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11:18:40 - non scholae sed vitae ...

Wo laut Navi das Zentrum sein soll, schlängelt sich eine schmale Einbahnstraße zwischen auf den Gleisen dahinrostenden Waggons und bedrohlich schwarz gestrichenen Blocks mit verdunkelten Fenstern hindurch. Unser Motel (Buller Court on Palmerston) liegt glücklicherweise an der belebteren Parallelstraße und begrüßt uns mit frischer Milch und selbstgebackenen Keksen. Da bestellen wir gerne das auf einem Tablett angebotene Frühstück für den nächsten Morgen.
Zum Abendessen gibt es eine Empfehlung: Donaldo's Café an der Marine Parade wegen "marvelous sunset". Leider vermiesen dunkle Wolken den Sonnenuntergang, aber es gibt gute und wärmende Seafood Chowder sowie die berühmten grünlippigen Muscheln. 

Kohlemuseum

Aus Schaden klug geworden, haben wir das Frühstücksmüsli über Nacht eingeweicht - gute Idee. Dazu gibt es Kaffee, O-Saft, Toast, Butter, Marmelade und Honig. Wir beschließen, die Zimmer einen weiteren Tag zu mieten.
Im Coaltown Museum erfahren wir von zwei netten älteren Damen, dass die angepriesene Experience samt Mine Tour durchs Coalfield noch im Winterschlaf ruht. Das Museum kann besichtigt werden und entpuppt sich als Informationsquelle für Kohle, Hafen- und Deichbau sowie sonstigen gesammelten Krempel. Viele Exponate und viel Text. Ein alter Mann, ehedem Bergmann, Hafenarbeiter und Matrose, also Fachmann für alles, bietet uns seine Hilfe an. Er weiß wirklich viel, aber es stellt sich heraus, dass er seine Zähne vergessen hat und somit lesen besser gewesen wäre als zuhören - zu spät.
Bevor wir gehen, werfen wir einen Schwung Postkarten in einen echten NZ-Postoffice-Briefkasten, 15 x 30 x 20 Zentimeter groß und antik, denn heutzutage wird der Briefverkehr von Privatfirmen gehändelt. Damit die Karten trotzdem ankommen, leeren die Museumsdamen jeden Tag das Kästchen und bringen den Inhalt zur nächsten Annahmestelle.

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Seal Colony

Am Parkplatz ist die Küste noch sandig, nicht für einheimische Robben. Über breite und gesicherte Stege nähern wir uns felsigen Terrain und da sind die Tiere.  Große und kleine Robben schlafen, streiten, dösen oder suchen den bequemsten Felsen. Von einer kleinen Aussichtsplattform etwas oberhalb lässt sich alles gut beobachten. Wenn der Wind von See kommt, bringt er auch den echten Robbenmief mit, sehr authentisch.
Um uns herum trippelt furchtlos bis aufdringlich eine Wekaralle. Die Laufvogelart gilt als gefährdet (kein Wunder bei so wenig Fluchtinstinkt). Andererseits fressen die Wekas neben Samen und Früchten auch Aas und Kleintiere, darunter die Jungvögel und Eier des Dickschnabelpinguins, einer der seltensten Pinguinarten.

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Lost Lagune

Hübscher Rundweg vom Parkplatz des Yachtclubs aus. Die Lagune zeigt sich bei Ebbe eher als Sumpf. Über Pfade und etliche Brücken (Lost Lagune Bridge) wandern wir bis zum Shingle Beach und auf der anderen Lagunenseite wieder zurück. Viel Natur, etwas nützliche Werbung und etwas namenlose Kunst.

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Friedhöfe

Wir haben ein Faible für Friedhöfe. Westport hat zwei. Der alte sieht vernachlässigt aus, die steinernen Grabplatten sind kahl, zum Teil gesprungen. Der neue wirkt gepflegt.
Warum Friedhöfe? Viel Interessantes! Hier: Frauen leben länger, führen aber keine Mädchennamen, sondern sind "beloved wifes" ihres eventuell schon vorher verstorbenen Mannes. Unverheiratete Frauen sieht man selten. Neuere Grabsteinen erinnern sehr häufig an Veteranen der Kriege mit neuseeländischer Beteiligung. 

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Pancake Rocks

NORDINSEL

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